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Umzingelt

Mein persönlicher Fundus an den im letzten Beitrag erwähnten Chengyus (also viersilbigen chinesischen „Sprichwörtern“) ist leider sehr klein. Man könnte auch sagen: verschwindend gering.  Aus ungeklärten Gründen ist mir jedoch ausgerechnet „aus allen vier Richtungen ertönen Chu-Lieder“ im Kopf hängengeblieben. Das wirkt wie mehr als vier Zeichen, aber genaugenommen heißt es: „Vier Seiten Chu Lied“.

Dieses Chengyu ist nun nicht sehr frohgemut. Es beschreibt eine außerordentlich bedrohliche Situation und passt vordergründig wie die Faust aufs Auge der Kurden in Kobane. Das Zitat stammt aus dem Shiji, den Aufzeichnungen des Historikers (von Sima Qian) und ist gut 2000 Jahre alt. Die Situation, die darin beschrieben wird, muss man sich so vorstellen:

Der erste Kaiser von China Qin Shi Huangdi (das ist der mit der Terrakottarmee) ist tot, das Reich zerfällt, bzw wird zum Zankapfel verschiedener Generäle oder auch Warlords, der jeweils vorher zwangsvereinigten Völker, wie die Chu, die Han und noch ein paar Hanseles und Jinseles. Ich glaube, ich muss das nicht näher erläutern, das kann man ja gerade überall beobachten. Ganz vorne dabei ist ein gewisser Xiang Yu aus dem Hause Chu. Dieser Xiang Yu errichtet nun seine ganz eigene Schreckensherrschaft, die der des Qin Shi Huangdi in nichts nachsteht. So soll er beispielsweise 200.000 Qin-Soldaten habe töten lassen, die sich ihm ergeben hatten. Er gilt also eher als grausam und auch als politisch wenig geschickt, um es mal so auszudrücken.

Die wichtigsten Gegner waren die Han unter Liu Bang. Wenn man sich klar macht, dass auf die Qin-Dynastie bald die Han-Dynastie folgte und dass es Han-Chinesen und nicht Chu-Chinesen heißt, wird das Ergebnis dieses Konfliktes nicht überraschen. Aber bis dahin würde noch viel Blut fließen.

Die Aggressionsformen, mit denen ich alltäglich zu tun habe, sind natürlich vergleichsweise lächerlich. Und doch eine Frage der Dosis. Man bekommt manchmal eine Ahnung, wie schnell der zivilisatorischer Firniss abplatzen könnte, wenn man etwas weiter an der Schraube drehte.  Ein aktuelles Beispiel erlebte ich ausgerechnet am 103. Jahrestag der Republik China/Taiwan. Ein Grund zu feiern. Sogar die auf dem zugehörigen Empfang gehaltenen Reden waren irgendwie erträglich. Zwar störte das extreme Übergewicht der Erwähnung von Wirtschaftsdaten, doch dafür entschädigten kleine Sprachungenauigkeiten, die durch Fremdsprachengebrauch unweigerlich auftreten.  Ein MdB klang exakt wie Seehofer und gab als Begrüßung insofern erwartbar ein zünftiges „Nie Hau!“ zum Besten. Wesentlich subtiler war da die Repräsentantin der Taipeh-Vertretung,  Agnes Chen, die tatsächlich sehr gut Deutsch spricht. Trotzdem entwickelten sich bei ihr Dinge friedrich statt friedlich (und nicht etwa fliedlich) und bei den Furzenden der Handelskammer handelte es sich eigentlich um deren Vorsitzende. Auf eine subversive Art unklar blieb allerdings, was mit Witzewirtschaftsministerium gemeint sein könnte. Musik gab es auch noch. Ein zivilisierter Abend also. So weit, so gut.

Aber dann wurde das Buffet eröffnet. Wir hatten vorher die Information bekommen, dass wir uns in der Nähe desselben aufhalten sollten, wenn wir tatsächlich etwas essen wollten. Und zugegeben: wir wollten. Also hielten wir uns schamlos im Bereich Pole-Position etwa 50 cm neben einem Stapel Teller auf. Je mehr Reden vergingen, desto voller wurde es dort. Klar. Doch auf das, was dann kam, waren wir nicht vorbereitet. Wir waren hungrig, lieb und harmlos.

Und hatten keine Chance. Kaum war das Buffet eröffnet, wurden wir von schwarzen Anzügen eingekesselt. Von allen Seiten Chu-Lieder. Wir wurden ellbogenbearbeitet und weggedrückt. Zu Boden getreten.  Zertrampelt. Im Meer schwarzen Zwirns ertränkt. Was nützt der eigene Ellenbogen, was die Abwehrrakete, wenn man nicht weiß, wie sie einzusetzen sind? Keine Bedienungsanleitung hat? Oder keine Zeit, sie zu lesen? Wenn das  Training fehlt? Und die Impertinenz? Hunger allein reicht einfach nicht. Ein Teil der bundesdeutschen Elite, wenn man diese schockweise aufgetretenen Bundestagsabgeordneten und ähnliches Personal dazu zählen mag, war auf uns zu, durch uns durch und über uns drüber gerollt. Mehrere Mann stark bildeten die schwarz und grau uniformierten Herren (und sehr wenige Damen) (und noch weniger Damen und Herren aus Taiwan) das Bollwerk vor der Futterkrippe. Nach zwei ernsthaften Anläufen etwas zu essen zu kriegen, blieb uns nur noch der Ausfall und wir strichen so entnervt wie hungrig Segel. Wie anno dazumal der von Chu-Liedern Umzingelte. Also hungrig war der zwar eher nicht, aber er floh.

Jetzt kann man sich fragen, wieso überlebt denn ausgerechnet ein dermaßen plattes Zitat die Jahrtausende? Die Truppen eines grausamen Herrschers umzingeln einen, klar ist das bedrohlich! Genausogut könnte der Satz „Witz komm raus, du bist umzingelt!“ Weltliteratur werden. Aber so war es nicht. Ohne ein bisschen Pingpong wird es keine chinesische Geschichte. Denn der, der da so schreckerfüllt sagt: „Von allen vier Seiten ertönen Chu-Lieder“ ist Xiang Yu, der Herr der Chu selbst, der sich in Gaixia in einem Belagerungszustand befindet. Er hört ganz vertraute Lieder. Ein bisschen Heimat im Feldzug. Schön eigentlich. Doch seine Reaktion ist eine ganz andere. Und zwar nicht weil er dachte, dass sich seine Leute gegen ihn erhoben haben könnten. Er geht vielmehr davon aus, dass die Han mittlerweile sein Heimatland erobert und die Menschen aus Chu in ihren Kriegsdienst gezwungen hätten. Und das sind doch so viele! Seine zahllosen Untertanen! Das macht ihm Angst. Das Echo der eigenen Lieder. Der Böse selbst hat Angst, gewissermaßen vor sich selbst.

Das ist wie bei mir im Straßenverkehr der Großstadt. Es sei denn, ich bin in Sanftmut gebadet und habe Blumenduft gefrühstückt. (Kommt auch vor.) Ansonsten stürmen von allen Seiten Feinde auf mich ein, erschrecken mich zu Tode oder stehen saublöd im Weg rum. Und dann wird erbittert zurückgeschossen. Zur Not auch präventiv. Auf dem Rad bin ich ein selbstgerechtes Arschloch und im Auto ein nervös-aggressives Opfer.  Hass und Zwiderwurz brechen hervor und kommen von überall zurück. IS, das sind nicht nur die wahnsinnige Terrormiliz vom „islamischen Staat“, sondern auch meine Initialen. Von allen Seiten Chu-Lieder.

Nun irrt aber der belagerte Xiang Yu. Es sind gar nicht seine Chu, die da gegen ihn singen. Die Han haben sein Chu-Land noch gar nicht erobert. Vielmehr hat sein Widersacher Liu Bang seine Leute angewiesen, Chu-Lieder zu singen. Wäre Xiang Yu nur etwas aufmerksamer, hätte er hören können, dass sie Furzende statt Vorsitzende singen.

Aber Xiang Yu hört nicht lange zu, sondern reagiert seinerseits mit einem Lied. (Deutsche Sprichwörter bewegen sich ja leider eher auf dem Niveau: „Da wo man singt, da lass dich nieder. Böse Menschen kennen keine Lieder“. Was soll man dazu sagen?) Denn es gibt noch einen romantischeren Grund, warum sich das Zitat mit den Chu-Liedern versprichwörtlicht hat. In dieser Nacht, als der Despot Xiang Yu schaudernd und gleichzeitig unaufmerksam den Chu-Gesängen lauscht, befindet er sich in Gesellschaft einer Dame. Es handelt sich um seine Konkubine Yu, die darauf besteht ihn auch auf Feldzügen zu begleiten.  Ich stelle sie mir als eine Art Eva Braun vor.

Er besingt in dieser Reihenfolge seine frühere Macht, sein windschnelles Pferd und die Konkubine Yu. Die letzteren beiden mit Worten, die „Was kann ich noch für dich tun?“ oder „Was soll ich nur mit dir tun?“ bedeuten können. Das Pferd antwortet naturgemäß nicht und wird im Verlauf der weiteren Geschichte verschenkt. Die Konkubine antwortet ihrerseits mit einem Schwerttanz. Und wie es der Chu so Art ist, mit einem Lied. Der Inhalt soll etwa gewesen sein: Unser Land ist verloren, um uns herum singen die Chu, mein König ist erschöpft, wozu soll ich da leben? Und flugs schneidet sie sich die Kehle durch. (Wem das jetzt bekannt vorkommt: aus der Geschichte entstand eine chinesische Oper, die im gleichnamigen Film „Lebwohl, meine Konkubine“ von Chen Kaige eine wichtige Rolle spielt. )

Ein Schicksal, dass sich Xiang Yu kurze Zeit und viele Tote später, zu teilen entschließt. Obwohl ihn ein Fährmann in seine bisher uneroberte Heimat und in Sicherheit bringen würde. Aber nachdem er seine ganze Armee aufgeraucht hat, ist ihm das irgendwie unangenehm. Die (vielfach schamanistischen) Chu-Lieder haben als tatsächlich gesungenes Liedgut bald keine Chance mehr. Niemand wird sie mehr singen. Nicht auf einer, nicht auf zwei und schon gar nicht auf allen vier Seiten. Aber immerhin überleben sie als Literatur.

Wenn also aus allen Richtungen Chu-Lieder ertönen, handelt es sich dann um eine bedrohliche Situation? Um eine eingebildete bedrohliche Situation? Um eine eingebildet dramatisierte Situation? Um ein Hassecho? Um eine schlichte Tragödie? Eine Fehleinschätzung gigantischen Ausmaßes? Und was ist eigentlich der Unterschied?

Und so übe ich mich in Sanftmut und Verständnis: Vermutlich war die 103-Jahrfeier der Republik China der erste Tag im Jahr unserer armen Bundestagsabgeordneten, sich endlich mal satt zu essen. Vorher lebten sie mutmaßlich in Verhältnissen wie in einem unter Ebolaquarantäne stehenden Slum in Liberia. Da muss man dann schon mal ein bisschen Verständnis haben.  Und mir wird klar, dass angesichts dessen eine Diätenerhöhung reiner Wahnsinn wäre. Mit noch mehr Diät werden unsere Abgeordneten völlig unberechenbar. Radikalisiert, ja fanatisiert. Der IS wartet schon darauf, unsere völlig ausgemergelten Volksvertreter zu rekrutieren. Ich fordere Fett zu Pflugscharen! Waffen zu Kohlehydraten! Fürze zu Vorsitzenden!

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Der alte Sai verliert ein Pferd

„Der alte Sai verliert ein Pferd“ ist ein chinesisches Sprichwort, ein sogenanntes Chengyu. Wörtlich übersetzt bedeutet das in etwa Fertigrede. Eine solche Fertigrede besteht ausnahmslos aus vier Schriftzeichen und wird gerne adjektivisch oder adverbial gebraucht. Um das mal im Deutschen zu veranschaulichen, könnte ich beispielsweise sagen: „Ich schenkte mir „aufeinembeinkannmannichtstehenisch“ nach“. Dieses Beispiel erklärt in etwa so viel, wie es verfälscht. Denn während bei uns der Gebrauch von Sprichwörtern insbesondere der Verbreitung von Platitüden dient, gehört die Beherrschung chinesischer Fertigreden ganz klar zur gehobenen Sprache, und damit gerne auch zur schriftlichen. In der Regel sind sie außerdem nicht selbsterklärend. Der alte Sai verliert ein Pferd. Kann ich sagen: „Ich schenkte mir deraltesaiverlierteinpferdisch nach?“ Könnte ich. Aber ist das gut oder schlecht? Wie kam es zu dem Verlust? Und wer -zefixhallelujah- ist eigentlich dieser Sai? Es schadet nicht, die Geschichte dahinter zu kennen, wenn man ein Stück Fertigsprache korrekt verwenden möchte.

Die Geschichte geht so: Dem alten Sai entläuft sein Pferd. Alle Nachbarn kommen und sagen: ojeoje und ohmeiohmei. Und der alte Sai sagt: Wer weiß, wofür´s gut ist. Ein paar Tage später kommt das Pferd wieder. Es wird begleitet von einem anderen Pferd, bzw einem edlen Ross. Und die Nachbarn kommen und sagen: da schau her! und: da legst di nieda! Und der alte Sai sagt: Na, schaunmer mal.

Und dann reitet sein Sohn das neue, prächtige Pferd. Es wirft ihn ab und er bricht sich das Bein. Und die Nachbarn kommen und sagen: ojeoje und ohmeiohmei. Und der alte Sai sagt: Wer weiß, wofür´s gut ist. Und dann ist Krieg und alle jungen Männer werden eingezogen, aber nicht der junge Sai, denn der kann gerade nicht laufen. Und so überlebt er.

Wenn ich mir also deraltesaiverlierteinpferdisch nachschenke, könnte es sein, ich habe am nächsten Tag einen Kater und gehe deswegen nicht nach xy und mir entgeht deswegen ein Wahnsinnsgeschäft. Dass ich allerdings eh nicht abgeschlossen hätte, da just an dem Tag die S-Bahn entführt wird und alle Insassen am berlinbrandenburgischen Flughafen BER als Geiseln gehalten werden. Oder so.

Doch so ein Leben ist auch gerade jenseits der Theke voll von deraltesaiverlierteinpferdischen Ereignissen. Wenn auch nicht so dramatisch. Und auf so ein Beispiel möchte ich jetzt hinaus: Es war einmal ein Mann, der lud alle zwei Monate zu einem landesspezifischen Treffen ein und als es um Taiwan ging, schlug ich ihm vor, mich auch einzuladen und so geschah es. Ich erklärte mich außerdem einverstanden ein paar meiner Bücher als Tombolagewinne zur Verfügung zu stellen. Die Zeit war knapp, also fragte ich nicht beim Verlag nach, sondern brachte eigene (und also selbstbezahlte) mit. Das Versprechen war: Werbeeffekt bei interessiertem Publikum durch Auslegen der Bücher und durch Bewerben im Rahmen der Tombola. (Der alte Sai hat ein Pferd. Das hat er schließlich auch mal irgendwie erworben.)

Doch dann wurden die Bücher zu nah an den Takeaways der Taipehvertretung ausgelegt, so dass irgendjemand sie mutwillig für Werbegeschenke hielt. So verschwanden schon mal zwei von drei Büchern. Ohne jeglichen Werbeeffekt. So wertgeschätzt wie Billigkugelschreiber, blinkende Anstecknadeln und Werbebroschüren. Ich hatte einfach irgendwem Bücher geschenkt. Ja, dachte ich, ich hab´s ja. Man verdient mit Büchern auch so wahnsinnig viel. Hallelujah. Auch auf die werbewirksame Besprechung bei der Verlosung wartete ich vergebens. Denn es wurde spät, die Leute wollten gehen und die Preise wurden -ohne auch nur hochgehalten zu werden- schnell an die Gewinner verteilt. Ich fühlte mich nicht sonderlich gut behandelt und war sehr weit von der Haltung des alten Sai entfernt. (Das Pferd war trotzdem weg.)

Abgesehen davon lernte ich an diesem Vormittag eine Taiwanerin kennen, mit der ich mich gut verstand. Etwas später rief sie mich an, um mich mit einer Freundin, taiwanischen Bestsellerautorin, Dramaturgin etc.pp bekanntzumachen. Chen Yuhui. Oder hiesig: Jade Chen. Nach ein paar Treffen und diversen Flaschen Wein waren wir uns einig, dass ich ihr damals letztes Buch übersetzen sollte. Denn, so sagte sie, ihr sei nicht wichtig, wie gut mein Chinesisch sei, solange mein Deutsch gut wäre. (Das Pferd kam mit einem edlen Ross zurück.)

Das Nationale Literaturmuseum Taiwan erklärte sich einverstanden, dieses Projekt zu fördern, allerdings nur in Höhe der Hälfte der beantragten Summe. Und die ganze Summe wäre nicht im Bereich „Geldregen“, sondern ungefähr bei „ganz okay“ angesiedelt gewesen. Es gab also die Hälfte von „ganz okay“, abzüglich pauschal 20% Einkommenssteuer in Taiwan. Das kann man nicht als Beinbruch bezeichnen. Vielmehr handelt es sich um eine Art als Hauptgewinn verkleideten Genickschuss. Und passt damit gut zu meiner generellen Begabung, mir meine Arbeit durch anderweitige Arbeit zu finanzieren. (Der Sohn ist malad.)

Doch die Arbeit ist nun getan, Bein und Genick sind gewissermaßen verheilt. Und nun ist es da. Das Buch. Ein interkulturelles Pingpongspiel im Porzellanladen. Ein Sachse des 18. Jahrhunderts schreibt ein Tagebuch über seine Reise nach China, um mehr, weitere und tiefere Geheimnisse der Porzellanherstellung zu ergründen und ergründet sich letzlich vor allem selbst. Geschrieben hat dieses sächsische Tagebuch eben jene Taiwanerin. Aus Sicht des Protagonisten habe ich es gewissermaßen zurückübersetzt.

Nebenbei habe ich sehr viel über Porzellan gelernt. Die Unterschiede zwischen hartem und weichem Porzellan, Unterglasur- und Überglasurfarben, wie sich die Farbpalette für Porzellan erweitert hat und wieso Rosa in China „ausländische Farbe“ hieß. Schrühbrand, Glattbrand, Dekorbrand. Insbesondere über das Porzellan der Songzeit (um 1000) könnte ich jetzt jede Menge erzählen. Seltenheit, Textur, Krakelée etc. Und inwiefern „Die Tränen des Porzellans“ einen Hinweis auf dessen Echtheit bieten.  Auch habe ich erfahren, was das ganze mit Jade zu tun hat. Oder warum selbige auch schon mal mit einem toten Hund begraben wird. Die aus meiner agnostischen Sicht sonderbaren Grabenkriege der katholischen Missionsorden in China durfte ich gratis mitübersetzen. Auch eine Recherchefahrt nach Meißen habe ich mir gegönnt. (Das chinesische Pendant Jingdezhen hat die sächsische Kriegskasse dann doch nicht hergegeben.) Alles in allem kann man sagen, dass der malade Sohn im Krankenbett genug Stoff zum Nachdenken und Lesen hatte. Ist ja häufig so, dass es dazu erst einen Krankenhausaufenthalt braucht.

Und ich lebe noch. Wie dem Sai sein Sohn. Was jetzt weiter aus dem wird, kann noch niemand sagen. Und: „Schaunmer mal“ würde der alte Sai jetzt sagen.

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