Archiv für den Monat: März 2011

Placebo

kreis-1

Im Moment habe ich überhaupt keine Zeit. Stattdessen habe ich einen Buchabgabetermin.  Nach Adam Riese bin ich in Schwierigkeiten. Ich habe es ausgerechnet und festgestellt, dass ich 70 Tage Arbeit in weniger als 60 unterbringen muss. Es ist ein Buch mit einer sehr klaren Anzahl von Kapiteln und Seiten und Inhalt, andernfalls ließe sich das ja schlecht ausrechnen. Blöderweise muss ich nebenbei außerdem Geld verdienen, was unverschämterweise auch Zeit erfordert. Und im Übrigen habe ich noch anderes zu tun.

Aber anstatt dass ich jetzt finanziell zumindest am Rande sinnvoller Arbeit nachgehe oder versuche meine Verpflichtungen zu erfüllen, schreibe ich einen Blogeintrag. Naja, nicht wirklich. Es ist nur ein Placebo. Das ist Latein und heißt „ich werde gefallen“. Gefallen wird dieser Blogeintrag vor allem denen, denen ich immer viel zu lange Texte verfasse.

Aber so kurz, das ist ja wie fast gar nichts. Stimmt. Doch die Muse küsst nur bei Muße, würde der Lateiner gerne sagen. Wenn Muße auf Latein nicht otium hieße und damit so gar keinen Bezug zur musa hätte.

Auf Chinesisch heißt Placebo anweiji, was soviel bedeutet wie Trostpräparat. Und mehr als diesen kleinen Trost habe ich leider nun wirklich nicht zu bieten.